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Von: Robert Tell
"Das Rauchen aufzugeben, zählt zu den einfachsten Dingen überhaupt - ich muss es wissen, ich habe es tausendmal getan." sprach einst der Schriftsteller Mark Twain und sprach den unzähligen Rauchern aus der Seele. Denn mit dem Rauchen aufzuhören, kann in Wirklichkeit verflixt schwer sein.
Nicht einmal täglich neue Meldungen über die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens können die meisten Raucher nicht dazu bringen, der Zigarette für immer den Rücken zu kehren.
Der Trend ist ungebrochen: In Deutschland greift beinahe jeder Dritte über 15 Jahren regelmäßig zur Zigarette und setzt sich so über 40 Krebs erregenden Substanzen und vielen anderen gesundheitsschädlichen Stoffen aus.
Der Wille zum Aufhören ist da ...
Mit dem Rauchen aufhören wollen viele. Rund ein Drittel aller Raucher hat schon einen oder mehrere Versuche unternommen. Die "Erfolgsquote" liegt je nach Entwöhnungsmethode bei 5-30%.
Der Anteil der Raucher ist seit 1995 dennoch gleichgeblieben und die Zahl der gerauchten Zigaretten steigt von Jahr zu Jahr. Überraschend ist auch, dass fast jeder fünfte deutsche Arzt ein Raucher ist.
Doch warum ist der Ausstieg so schwer? "Vorteile" hat das Rauchen ja eigentlich nicht. Allen Carr, dessen Bestseller "Endlich Nichtraucher" in vielen Bücherregalen von Rauchern oder Ex-Rauchern zu finden ist, hat dies besonders treffend verdeutlicht: In seinem Buch ist auch das Kapitel "Die Vorteile des Rauchens" untergebracht, die Seite ist allerdings leer.
Nikotin ruft körperliche Entzugserscheinungen hervor
Die nahe liegendste Begründung für die hohe Rückfallquote der Raucher ist zunächst einmal die Nikotinabhängigkeit. Nikotin hat sowohl einen entspannenden und beruhigenden Effekt, als auch eine konzentrationsfördernde und anregende Wirkung.
Wird dem Körper eines Rauchers die regelmäßige Nikotinzufuhr entzogen, treten Entzugserscheinungen wie Nervosität, Gereiztheit, Angst, Unruhe, Konzentrationsstörungen oder sogar Schlafstörungen auf. Daher setzen medikamentöse Möglichkeiten der Raucherentwöhnung auf die kontrollierte Gabe und schrittweise Reduzierung von Nikotin durch spezielle Pflaster oder Kaugummis.
Die psychische Abhängigkeit ist am schwersten zu überwinden
Aber auch Raucher, die über die primären Entzugserscheinungen rauchfrei hinauskommen, greifen nach einer längeren Pause oft wieder zur Zigarette.
Meist ist es die Gewohnheit, in bestimmten Situationen eine Zigarette rauchen zu wollen, die den Rückfall herausfordert. Für viele bedeutet eine Zigarette, eine Pause von der Arbeit machen zu können, besser nachdenken zu können oder eine Stresssituation besser verarbeiten zu können. Viele Raucher "belohnen" sich nach getaner Arbeit oder einem anstrengenden Tag mit einer Zigarette.
Während für jugendliche Raucher meist der Effekt auf andere wichtig ist, wird das Rauchen mit der Zeit immer mehr zum festen Bestandteil des Tagesablaufs. Gibt eine Person das Rauchen auf, entstehen Lücken in diesem Ablauf, die der (Ex-) Raucher nicht zu füllen weiß.
Die Zigarette ist für viele wie ein guter Freund
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, gerät langfristig immer wieder in Situationen, die in seiner Erinnerung mit dem Rauchen einer Zigarette verbunden sind. Australische Forscher haben herausgefunden, dass der Verzicht auf Zigaretten für manche Raucher so schwer sei, wie "den besten Freund umzubringen".
"Für viele Raucher sind Zigaretten alte und vertraute Freunde. Sie aufzugeben ist so, als müsse man die Stärke aufbringen, den besten Freund umzubringen", sagte die Herausgeberin der von der University of Sydney durchgeführten Studie. Die enge Verbindung zwischen Raucher und Zigaretten sei der Hauptgrund für das Scheitern vieler Versuche.
Nur wer das verstehe, könne Rauchern helfen, die Sucht zu überwinden.
Quelle: www.Balaba.de/article.php?artikelnummer=36
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